Folgende Instrumente erlernen die Kinder der Orchesterklassen:

Flöte

Die Querflöte ist ein sehr altes Blasinstrument (z.B. in China 9. Jh. v. Chr.). Die Boehm- oder Konzertflöte, wie sie auch genannt wird, besteht heutzutage meist aus Metall, seltener aus Holz. Sie wird nach rechts gehalten, die Klappen der Tonlöcher mit 8 (9) Fingern abgedeckt. Die Tonerzeugung erfolgt - vereinfacht ausgedrückt - nach dem Prinzip "auf einer Flasche Blasen". Für die Querflöte gibt es ein reichhaltiges Angebot von Kompositionen aller Jahrhunderte: Solistisch und in der Kombination mit allen anderen Instrumenten. Auch im Jazz und in der Popmusik wird sie eingesetzt.
Der Unterricht beginnt frühestens mit 7-8 Jahren, in der Regel mit 10 Jahren.

Oboe

Die Oboe (von frz. hautbois = hohes Holz) gehört zu den Holzblasinstrumenten mit einem Doppelrohrblatt als Mundstück (Oboenrohr). Durch ein gut entwickeltes Klappensystem wird die Grifftechnik erleichtert. Der Ton/Klang der Oboe ist weit gestreckt - anmutig bis herb, fröhlich bis schmerzvoll, voluminös bis dünn, spitz.

Seit 1650 gehört die Oboe zu den Orchesterinstrumenten. Die Literatur für Solo-, Kammer- und Orchestermusik reicht vom Barock bis in die Gegenwart. Der Oboenspieler fertig später seine Doppelrohrblätter selbst. Für den Beginn des Unterrichts mit ca. 9-12 Jahren ist vor allem die körperliche Konstitution ausschlaggebend. Der Wechsel der Schneidezähne sollte möglichst abgeschlossen sein.

Fagott

Das Fagott ist das Bassinstrument der Holzbläsergruppe mit einer außergewöhnlichen klanglichen Vielseitigkeit. Es hat einen Tonumfang von über drei Oktaven und besitzt 22-24 Klappen und sechs Grifflöcher. Angeblasen wird es mittels eines Bambusröhrchens, das der Fagottspieler meist selber baut.  Der Unterricht auf dem normalen Fagott ist ab 11-12 Jahren möglich.

Klarinette

Die Klarinette ist ein klanglich besonders vielseitiges Instrument. Sie besteht aus einer zylindrisch gebohrten Röhre (meist aus Hartholz) mit 18 Klappen und besitzt einen Tonumfang von dreieinhalb Oktaven. Sie wird in der klassischen Musik (Kammermusik und Sinfonieorchester) ebenso wie im Jazz, im Blasorchester und in der Volksmusik eingesetzt.
Der Unterricht beginnt nach dem Zahnwechsel der oberen Schneidezähne. Für kleinere Kinder gibt es entsprechende Kinderinstrumente.

Saxophon

Der Belgier Adolphe Sax konstruierte das Saxophon um 1840. Es gehört zu den Holzblasinstrumenten mit einfachem Rohrblatt. Sein Korpus besteht aus einer konischen, mit Klappen besetzten Metallröhre, die durch eine aufwändige Mechanik bedient werden. Das Saxophon hat einen Tonumfang von über zweieinhalb Oktaven und wird in verschiedenen Größen gebaut (Bariton-, Tenor-, Alt- und Sopransaxophon). Sein Klang ist zwischen Klarinette und Horn angesiedelt und mischt sich besonders gut mit Streichinstrumenten. Dank seines vollen und flexiblen Tons ist es ein führendes Instrument der Jazzmusik. Aber auch in Opern, Kammermusik und Unterhaltungsmusik hat es seinen Platz.
Der Unterricht beginnt frühestens mit 7-8 Jahren. Wichtig ist, dass die Hände groß genug sind, um die Klappen greifen zu können. Der Zahnwechsel der oberen Schneidezähne sollte möglichst abgeschlossen sein.

Trompete

Die Urform der Trompete ist eine gerade Röhre aus Holz, später aus Metall. Wegen ihrer Schalleigenschaften wurde sie schon in der Antike als Signalinstrument eingesetzt. Die Trompete kann strahlend hell, aber auch weich und samtig klingen. Die Trompete findet man heute in nahezu allen Musikstilen und in vielen Besetzungen. Virtuose Trompetenmusik komponierten u. a. Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel. Im Jazz hat die Trompete seit den 20er Jahren ihren Stellenwert mit Jazztrompetern wie Louis Armstrong, Dizzy Gillespie und Miles Davis.
Der Unterricht beginnt in der Regel mit 8 Jahren.

Horn

Das Horn bewährt sich durch seine Vielseitigkeit. Es wird in der Blasmusik und im Blasorchester genauso eingesetzt wie im Sinfonieorchester und in der Kammermusik. Sein wunderbarer weicher Klang mischt sich sowohl gut mit Blech- als auch mit Holzblasinstrumenten. Wunderschöne Hornkonzerte sind von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss überliefert.
Der Unterricht beginnt in der Regel mit 7-8 Jahren.

Posaune

Die Posaune gehört zu den Blechblasinstrumenten und ist gewissermaßen eine sehr große Trompete mit tiefer Lage. Ihr Klang ist weich bis kraftvoll, und sie hat in fast jeder musikalischen Gattung ihren Stammplatz. Als Solo- und Ensembleinstrument, in Sinfonie- und Kammerorchestern ist die Posaune genauso unentbehrlich wie im Jazz, wo sie als Bassinstrument, aber auch als Träger der Gegenmelodie zu Klarinette und Trompete sowie als Soloinstrument ihre Funktion hat.
Der Unterricht beginnt in der Regel mit 8-10 Jahren.

Euphonium

Das Euphonium (griechisch: wohlklingend) ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner Bauweise mit der Tuba zu vergleichen ist. Das Euphonium wird in der Blasmusik als Soloinstrument eingesetzt, weil es einen weichen, aber auch spitzen, lauten Klang haben kann. Im symphonischen Bereich wird das Euphonium oft solistisch eingesetzt. Das Euphonium wird im sinfonischen Bereich wegen seines geringen Gewichtes und der sehr leichten Ansprache auch gern im tiefen Blech-Register von Bläserklassen eingesetzt. So kann man Kinder für das tiefe Blech interessieren, ohne sie zu überfordern. Das Euphonium ist klanglich eine sehr schöne Bereicherung in der Familie der Blechblasinstrumente. Wer Euphonium spielt, wird in jedem Ensemble mit Begeisterung empfangen. Diese Instrumente klingen tiefer als die Trompete und zeichnen sich durch einen warmen und weichen Klang aus. Noten und Griffe sind auch ähnlich wie bei der Trompete, der Tonumfang aber gleicht dem der Posaune. Es übernimmt im Orchester auch oft Solostellen. Das Einstiegsalter beginnt mit etwa 8 Jahren

Tuba

Die Tuba (lat. tubus, "Röhre") wurde das wichtigste Blechblasinstrument der römischen Antike genannt. Die heutige Form entstand im Jahre 1835. Die Tuba ist das tiefste Instrument des Orchesters. Sie wird im Sinfonie- und Blasorchester, in der Jazz-Band und in vielen anderen Ensemblezusammensetzungen eingesetzt. als Bass der Posaunengruppe eingesetzt.
Der Unterricht beginnt in der Regel mit 7-8 Jahren

Schlagzeug

Das Schlagzeug: Im Jazz und in der Rockmusik und auch in der Orchestermusik hat sich ein bestimmtes Standard-Drum-Set herausgebildet, das eine kleine und große Trommel, mehrere Tomtoms und Becken umfasst. Der Unterricht kann frühestens mit 8 Jahren beginnen. Unterrichtet wird einzeln oder in Gruppen mit maximal 4 Schülerinnen und Schülern. Begonnen wird auf der kleinen Trommel, später wird zum Drum-Set gewechselt

Glockenspiel - Stabspiel

Das Xylophon (griech.) ist ein traditionelles Schlaginstrument, das seine Ursprünge in Asien hat und in Afrika weiterentwickelt wurde. Es gehört zur Familie der Stabspiele (engl. mallet percussion), zu deren wichtigsten Vertretern in Europa neben dem Xylophon das Marimbaphon (Marimba), das Glockenspiel und das Vibraphon zählen. Bei uns vorhanden!

Kesselpauken

Meist werden im Orchester zwei bis vier Pauken nebeneinander gebraucht (wir besitzen 3 Kesselpauken). Schon im Barock gab es Solo-Stücke für ein oder mehrere Paukisten Fast in allen symphonischen Stücken unserer Klassen kommen Pauken zum Einsatz und lassen diese richtig "professionell" klingen. Die Schlägel der Pauke haben Köpfe aus FilzLederFlanellKork oder Holz. Somit kann der Spieler unterschiedliche Klangnuancen von weich (Filz) bis hart (Holz) realisieren.  Für besondere Effekte kann die Art der Schlägel vorgeschrieben sein. War früher der Holzschlägel tonangebend, so ist jetzt der  Filz- oder Flanellschlägel gebräuchlich.